Sonstige - Wie Silber schwaerzen?

Sonstige - Wie Silber schwaerzen?

Wie Silber schwärzen?

Wie bekommt man oxidiertes Silber? Das Einfachste wäre: Warten. Was beim Eisen das Verrosten ist, ist das “Anlaufen” beim Silber: unter Einfluss von Sauerstoff wird helles Silber immer dunkel und schließlich schwarz, es oxidiert. Je nach dem pH-Wert der Haut passiert dies bei Silberschmuck, den man auf der Haut trägt, langsamer oder schneller.
Aber gibt es einen schnelleren Weg, wenn Sie z. B. einen Anhänger aus hellem Silber haben und Sie möchten ihn lieber dunkler? Dafür gibt es schöne Hausmittelchen und ich habe zwei Varianten für Sie ausprobiert. Im Bild sehen Sie drei versilberte Anhänger, von denen ich zwei behandeln werde – noch sind alle drei hell.

Silber schwärzen mit Asche

Die erste Variante: Sie können das Silber mit Zigaretten- oder Zigarrenasche einreiben. Als erstes verschwindet der Hochglanz, das Schmuckstück wird matt: ein schöner Altsilber-Effekt. Und weil die Asche vor allem in den Ecken, Winkeln und Ritzen hängenbleibt, bekommt Ihr Schmuckstück dunkle Effekte. Am besten reibt man die Asche mit dem Finger ein, ich habe es mit einem Stück Küchenkrepp versucht, das geht nicht.

Silber schwärzen mit Ei

Zaubern mit einem Ei! Dies ist eine sehr praktische Variante, sehr einfach und ohne schmutzige Finger!
Nehmen Sie das Eigelb aus einem gekochten Ei, das Eiweiß brauchen Sie nicht, Sie können es gleich essen oder für den nächsten Salat in den Kühlschrank tun. (Das verwendete Eigelb sollten Sie nach der Prozedur auf keinen Fall essen!)
Legen Sie das Eigelb zusammen mit dem Silber in eine Plastiktüte und schließen Sie die Tüte sorgfältig, es soll keine “frische” Luft hineinkommen können. Das Silber sollte das Eigelb nicht berühren, das ergibt eine ungleichmäßige Oxidation – Flecken.
Wie funktioniert diese Zauberei? Das Eigelb ist schwefelhaltig, der Schwefel reagiert mit dem Silber – voilá! Schwarz!

 

Schmuck und Ei bleiben nun so lange in der Tüte, bis der gewünschte Effekt erreicht ist. Je länger Ei uns Silber zusammen bleiben, desdo weiter schreitet die Oxidation fort.
Nach einer Stunde können Sie schon einen deutlichen Unterschied sehen. Im Bild rechts ist der Anhänger, der eine Stunde mit dem Eigelb verbracht hat. Der linke Anhänger ist unbehandelt.

Die beiden Varianten haben unterschiedliche Effekte. Mit Eigelb werden die erhöhten Teile Ihres Schmuckstücks dunkel und wenn Ihnen das Ergebnis nicht gefällt, können sie es recht gut wieder polieren., sofern Sie das Teil nicht zu lange beim Ei in der Tüte gelassen haben – die Oxidationsschicht wird bei längerer “Behandlungszeit” dicker und stabiler.
Mit Asche werden die tieferen Teile dunkel – ein sehr schöner und natürlich wirkender Effekt, wenn der Weg dahin auch schmutzig ist.

Im Bild unten sehen Sie die drei Anhänger nach der Behandlung: links mit Asche, rechts mit Ei (nach 2,5 Stunden) und zum Vergleich unbehandelt in der Mitte.

Die Beispiele zeigen auch, dass das Oxidieren mit beiden Methoden nicht nur bei Echtsilber, sondern auch bei versilberten Stücken gelingt – alle drei Anhänger sind “nur” versilbert.

© Armande Borghardt

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